Detox auf Bali – ein Erfahrungsbericht

Detox Nahrung

Meine erste Detox Erfahrung

Es heißt doch: „Irgendwann ist immer das erste Mal“, und eine Erfahrung zum ersten Mal zu machen, finde ich immer wahnsinnig aufregend. Entsprechend war ich aufgeregt, gespannt und ein wenig verängstigt, was mich bei meinem 5-tägigen Detox Programm wohl erwarten würde. Noch nie zuvor habe ich ernsthaft gefastet, ganz zu schweigen, dass ich noch nie eine Darmreinigung in irgendeiner Art und Weise gemacht hatte.

In den nächsten Abschnitten werde ich den Ablauf, und meine persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Gefühle teilen. Alles rein subjektiv, denn ich bin weder Ernährungswissenschaftler noch Arzt, um das Ganze aus einer wissenschaftlichen Sicht zu beschreiben und zu beurteilen.

5 Tage entgiften – Der Wochenverlauf

Die Entgiftungstage starteten an einem Montag. Das Programm selbst begleitete ein Arzt. Jeden Tag um 10 Uhr hatte ich in der Praxis einen Termin. Dort bekam ich neben meiner Behandlung 3 frisch gepresste grüne Säfte, die Detox Teemischung sowie eine Flasche frisches Kokoswasser mit. Meine Nahrung für den Tag.

Detox Green Juice

Das Behandlungsprogramm sah folgendermaßen aus:

  • Montag: Hydro-Colon Therapie
  • Dienstag: Akupunktur
  • Mittwoch: Hydro-Colon Therapie
  • Donnerstag: Schröpfen
  • Freitag: Hydro-Colon Therapie

Keine der oben genannten Behandlungen hatte ich je zuvor gemacht. Sicher, ich hatte etwas Bedenken, die Darmreinigung zu machen, bei der dir an die 2 Liter (mehrmals gefiltert) in den Darm gepumpt werden. Jedoch war der Effekt so erstaunlich und noch viel erstaunlicher war die Erkenntnis darüber wie viel Ballast ich mit mir trug – selbst beim dritten Mal war noch ganz schön viel alter Müll im Darm. Auch die Akupunktur und das Schröpfen, Anwendungen, die aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) stammen, waren höchstinteressant. Außer den Behandlungen plante ich in dieser Woche so gut wie nichts. Ich schottete mich ab.

Damit ich nicht in Versuchung kam

Ja, ich schottete mich ab und nahm für 5 Tage nicht am sozialen Leben teil. Freunde verabredeten sich und luden mich ein, nur ich musste in diesen Tagen jedes Mal absagen. An solchen Tagen merkte ich wie sehr sich das soziale Leben auch rund ums Essen und Trinken (und hierbei denke ich vor allem an Alkohol) dreht. Und mal ganz davon abgesehen, ich war an diesen Tagen überhaupt nicht in der Stimmung dazu. Denn der Körper arbeitete, er entgiftete und das machte die Maschine-Körper einfach schlapp und müde. Selbst wenn ich mich in der einen Minute total gut fühlte, konnte es in der nächsten schon ganz anders sein. Yoga und Meditation waren die einzigen Aktivitäten, die ich machte in dieser Woche. Jedoch war an Tag 3 wirklich gar nichts möglich. Ich war total platt, lustlos, und arbeitete daran, diesen Zustand emotional grad so zu akzeptieren. Auch wenn ich vielleicht den Drang hatte, was zu tun, es ging nicht und das galt es zu akzeptieren und nicht zu kritisieren.

Detox Tag 2

Viele Fragen kamen auf

So viele Fragen, die im Laufe der Tage aufploppten:

  • Warum essen wir, was wir essen?
  • Warum trinken wir Alkohol?
  • Bin ich wirklich hungrig, wenn ich esse oder bin ich vielleicht nur durstig?

Gerade die letzte Frage beschäftigt mich heute noch sehr. Auf der einen Seite heißt es immer, dass wir genügend Energie uns zuführen müssen. Nur in diesen 5 Tagen habe ich wirklich keinen einzigen Moment Hunger verspürt. Die 3 grünen Säfte gaben mir scheinbar ausreichend, damit ich nicht vor Hunger umkam. Ich trank so viel wie noch nie zuvor – zumindest war das mein rein subjektives Gefühl. Und selbst am 6. Tag, dem Tag des Fastenbrechens, hatte ich keinen wirklichen Hunger. Es waren mehr Gelüste etwas zwischen den Zähnen zu haben.

Mein Körper ist mein Tempel

All diese Fragen bewirkten bei mir, dass ich mir vieler Dinge mal wieder bewusst wurde. Die Ernährung hat solche immensen Auswirkungen darauf wie wir uns fühlen, wie viel Energie wir haben, wie gesund wir sind. Ich selbst weiß, dass ich zur Fraktion der „Stress-Esser“ gehöre. Wenn ich mich zum Beispiel an einen stressigen Tag im Büro zurückversetze, dann erinnere ich mich zu gut, dass ich einfach mal runter in die Cafeteria bin, um mir was „Gutes“ mit einem Schokoriegel zu tun. Was Gutes?! Fühlte ich mich danach wirklich besser? Ähm, ganz sicher nicht und der Stress ging davon auch nicht weg. Durch die Detox-Woche hat sich bei mir in jedem Fall das Bewusstsein nochmals geschärft, dass ich relativ schnell merke, was mir gut tut und was nicht. Natürlich gibt es immer noch Gelüste und die will ich mir auch nicht verbieten, aber ich mache mir doch sehr viel mehr Gedanken, was ich über den Tag hinweg zu mir nehme.

Die Tage danach…

Am 6.Tag wachte ich auf und fühlte mich fantastisch. Ich strahlte von innen nach außen. Ich war so klar in meinen Gedanken und voller Energie. Und ich freute mich auf etwas Kaubares. Ich kann es nur jedem empfehlen langsam zu beginnen nach diesen Tagen. Der Arzt sagte, dass wir etwas Warmes zu uns führen sollten zum Frühstück. Für mich gab es Haferbrei mit Obst. Alles schmeckte so gut. All meine Geschmacksnerven bekamen etwas zu tun. Ich schaffte nicht mal die ganze Portion und ich fühlte mich danach ziemlich benebelt. Der Körper arbeitete wieder daran Nahrung zu verdauen.

Detox - die pure Freude

Heute, mehr als einen Monat danach hat sich wieder mehr oder weniger die Normalität eingeschlichen. Nur weiß ich, dass ich zukünftig solch eine Kur mindestens einmal im Jahr machen möchte.

Mein kleines Detox-FAQ

Wo habe ich die Detox Kur gemacht?

Im Detox Room in Canggu. Bei Herrn Dr.Thomas Sladek, der aus Österreich kommt und schon seit mehreren Jahren auf Bali lebt. Hier geht’s zur Website.

Wie viel hat das Paket gekostet?

3 Mio. IDR, was umgerechnet ca. 190 € sind.

Was gab es täglich zum Trinken?

  • 3 grüne Säfte
  • 2 Tassen Detox Tee
  • eine Flasche Kokoswasser
  • und so viel Wasser wie man wollte

Waren die Behandlungen schmerzhaft?

Nein, das waren sie nicht. Ich hatte teils ein unangenehmes Gefühl. Jedoch ist der Arzt immer dabei, ich war nie allein und hatte immer die Möglichkeit „Nein“ zu sagen, wenn es schmerzhaft wurde.

War die Hydro-Colon Therapie diskret?

Ja, sehr sogar. Der Schlauch wurde von der Assistenz eingeführt und mit Handtüchern bedeckt, so lag ich auf dem Behandlungsbett. Das System selbst ist komplett geschlossen und ich sah und roch gar nichts.

Wie viel habe ich abgenommen?

Es geht bei der Detox Kur sicher nicht um die Gewichtsabnahme, dennoch ist sie ein schöner Nebeneffekt. Ich nahm so um die 2,5 kg ab. Es fühlte sich jedoch wie viel mehr an, denn der Darm war leer und der Unterbauch flach und nicht aufgebläht wie sonst.

Hier gibt es noch einen weiteren Review zum Fastenprogramm, welches ich gemacht habe.

Du hast noch weitere Fragen zum Detox? Dann schreibe in die Kommentare, was dich noch brennend interessiert zum Thema.

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