Georgetown, ein Foodie Paradies – Teil 2

Line Clear Nasi Kendar - Georgetown

Neues Land. Neue Stadt. Neues zu entdecken. Und da spielt natürlich Essen & Trinken eine große Rolle. So sind sie doch super wichtige Bestandteile einer Kultur. Und ich liebe es Neues zu entdecken. In Teil 2 meines vierteiligen Georgetown Cityguides geht’s heute um die leckeren Köstlichkeiten, welche ich in dieser Stadt entdeckte.

Wer das Kulturprogramm von Georgetown verpasst hat, kann es hier nochmal nachlesen.

Zur Frühstückszeit

Ich brauche guten Kaffee. Wenn es irgendwo nur Nescafé gibt, dann lass ich es lieber sein und trinke einen Tee. Deshalb bin ich immer froh, wenn ich an meinem Reiseziel einen guten Kaffee finde. Vorzugsweise einen Flat White – mehr Kaffeegeschmack, weniger Milch. Mein Lieblingscafè in Georgetown war das Mugshot (hier gab es leider keinen Flat White aber einen guten Cappuccino), nach einigen Tagen war ich schon bekannt und der Barista begrüßte mich freundlich. Das ist dann, wenn sich so langsam ein heimisches Gefühl einstellt. Und zum Kaffee gab es einen im Holzofen frisch aufgebackenen Bagel – einfach zu gut! Ein Frühstück hier kostete mich ca. 18 RM (3,66 €).

Café-Mugshot

Jedoch durfte ich auf keinen Fall Georgetown verlassen ohne auch ein typisches malaysisches Frühstück mit White Coffee und Toast mit Kokosmarmelade – Kaya – zu probieren. Eine süße Angelegenheit, allerdings ist diese Kokosmarmelade so was von lecker, dass ich mir fast ein Glas von der Zuckerpampe mitnahm. Nun gut, ich habe es dann doch sein gelassen. Tohsoon Café ist dafür die beste Adresse. Ich war früh morgens dort, um einen Platz zu bekommen. Es ist immer voll und meist bildet sich schon früh eine Schlange.

Toh Soon Cafe - Georgetown

Im Streetfood-Himmel

Die Auswahl an gutem Essen ist hier schlichtweg so groß, dass es mir schwer fiel eine Entscheidung zu treffen. Obwohl ich eine ganze Woche hier war, konnte ich lange nicht alles ausprobieren, denn ich wollte ja nicht den ganzen Tag nur essen.

Meine absoluten Favoriten in Georgetown waren eine Wan Tan Mee Suppe und Popiah. Oh, ich kriege da jetzt noch Hunger. Wan Tan Mee Suppe ist ähnlich wie die Wan Tan Suppe, die wir vom Chinesen um die Ecke in Deutschland kennen, nur kommt hier noch eine ordentliche Portion Nudeln hinzu. Dazu gab’s noch etwas Soja Soße, und natürlich Chili. Wahnsinnig lecker und nachdem meine Ankunft in Georgetown sich so verzögert hatte, war diese Suppe eine echte Rettung für mich. Für die mittlere Portion habe ich an meinem Lieblingsstraßenstand 4.80 RM gezahlt (ca. 97 Cent).

Wan-Tan-Mee-Suppe

Popiah ist eine Art frische, nicht frittierte Frühlingsrolle. Ich habe sie geliebt und habe sie mir meistens als Vorspeise auf dem Foodmarket gegönnt. Der „Wrap“ sozusagen ist ein ganz dünner Pfannkuchen, der mit allerlei gefüllt wird. Je nach Koch oder Köchin kommen als Füllung verschiedene Zutaten in frage. Meist ist es eine Fleischfüllung mit Salat, hauchdünn geschnittener Karotte, Bohnen, hauchfein geschnittener Tofu (vorher meist angebraten), gehackte Erdnüsse, frittierte Frühlingszwiebel und Hoisin Sauce. Unglaublich lecker. Bei meiner allerliebsten Popiah-Köchin gabs diese für 3.20 RM (ca. 65 Cent).

Popiah in the making

Naanbrot in Little India

In Little India findest du ebenso super feines Essen. An einem Abend bin ich ins Woodlands Restaurant und habe ein feines Kichererbsen Masala mit Knoblauch Naan gegessen. Für diejenigen, denen Naan ein komplettes Fremdwort ist. Es ist eine Art Fladenbrot und Himmel, schmeckt das Zeug gut. Mir war an diesem Abend nur viel zu viel Knoblauch drin, sodass ich einige Knoblauchzehen, JA Zehen!, rauspuhlen musste. Dazu einen eisgekühlten Mango Lassi. Hmmmm! Einfach Lecker.

Woodlands Restaurant

Tandoori durfte für mich auf meiner Liste für Little India nicht fehlen. Gleich am ersten Tag sagte der Hostelmanager: „Ute, du solltest unbedingt das Tandoori Hühnchen im Restoran Kapitan probieren.“ Ja, was soll ich sagen – einfach nur mega lecker und das wohl zarteste Hühnchenfleisch, welches ich je gegessen habe. Jeweils zahlte ich hier um die 15 RM (ca. 3,05 €).

Restoran Kapitan

Traditonelles Asam Laksa im Hawker-Center

Ein Hawker-Center ist mit einem klassischen Food-Court in unserer westlichen Welt zu vergleichen. An einem Platz findest du ringsum verschiedene Restaurants, die die ganze Bandbreite an Essen anbieten. In der Mitte stehen Tische und Stühle, um dein Essen zu genießen. Ich selbst probierte den CF Night Food Market, der entgegen seinem Namen auch tagsüber auf war – nur mit weniger Ständen. Hier probierte ich ein Asam Laksa aus. Es ist eine Suppe und definitiv ein Nationalgericht in Malaysia. Laksa ist eine Kokos-Chilli-Suppe mit Nudeln, Gemüse, Fisch, Krabben, Ingwer und was eben noch so rein gezaubert wird. Inklusive meinem Maracuja Saft zahlte ich für mein Mittagessen 6,80 RM (1,38 €). Den Red Garden Food Court probierte ich ebenso an einem Abend aus. Allerdings gefiel es mir hier nicht so, denn hier waren vor allem Ausländer und wenige Einheimische unterwegs.

Asam Laksa

Noch mehr Gaumenschmaus

Bei Line Clear Nasi Kandar habe ich mich schön brav in die Reihe gestellt und gewartet. Das Restaurant ist 24h geöffnet und ich kann dir sagen jedesmal und egal zu welcher Uhrzeit vich orbei spazierte, hier war immer eine Schlange. Das Gericht ist vor allem im Norden Malaysias sehr beliebt. Die Basis bildet gekochter Reis und eine Auswahl aus verschiedenen Curries mit Fleisch, Fisch oder Gemüse. Es ist wie ein Buffet. Ich zeigte nur drauf, was ich haben wollte und irgendwie erkennen konnte. Zwischen Einheimischen, die ihren Teller einhändig aufputzten, saß ich mit Löffel und Gabel und genoss meinen Teller. Absolut empfehlenswert und die Wartezeit in jedem Falle wert.

Line Clear Nasi Kendar

Etwas stylischer ging es in der Awesome Canteen zu. Schicker Industrieller Design in einem alten Haus im Kolonialstil.

Awesome Canteen GeorgetownNoch mehr Tipps zu Essen & Trinken in Georgetown findest du hier, hier, hier, hier und hier.

Teil 3 meines Georgetown Cityguides wird kunstvoll.

Du warst selbst schon in Georgetown und hast selbst noch weitere Tipps? Dann ab damit in die Kommentare!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *