Meine ersten Schritte zum Yoga

Meine ersten Schritte zum Yoga

Ich war immer auf der Suche nach einer Beschäftigung, die gleichermaßen meinen Körper anstrengt und mir ein komplett entspanntes Gefühl in meinem Geiste gibt. Vieles macht mir Spaß, aber befriedigt nicht hundertprozentig meine Bedürfnisse: ich machte Leichtathletik, Aerobic, Basketball, Badminton, Schwimmen, Zumba – ach und meine kläglichen Versuche des Joggings, auf diese gehe ich hier lieber nicht ein. Voll und ganz habe ich aber meinen optimalen Ausgleich im Yoga gefunden, wobei ich heute noch sehr gerne zu lateinamerikanischen Rhythmen beim Zumba rumspringe. Heute soll es allerdings eher um meine ersten Schritte zum Yoga gehen.

Jahrelang hatte ich sehr große Vorurteile gegenüber dem Yoga

Wenn ich vor Jahren an Yoga dachte, dann fielen mir so Schlagwörter wie totale Flexibilität, unvorstellbare Verrenkungen, die super dünnen Models, die in den unwahrscheinlichsten Posen abfotografiert wurden (immer super gestylt, am Strand) und eine große Portion „Ommmm“ und diese Spiritualität und Esoterik. Ohne wirklich zu wissen, was eigentlich hinter dem ganzen Yoga-Dings steckte, habe ich mir so in meinem Kopf ein Bild von Yoga erschaffen, dass ich es mir zunächst nicht näher anschauen wollte.

Immer wieder kam ich in Berührung mit Yoga

Immer wieder erzählten mir Menschen, welche Wirkung Yoga auf Seele, Körper und Geist hatte. Viele meine Freunde praktizierten regelmäßig Yoga. Nach eins, zwei Jahren im Berufsleben und die Einsicht, wie sehr mich das Berufsleben einnahm, war ich auf der Suche nach Entspannungstechniken. Ich fing mit autogenem Training an. Und ich merkte schnell den Effekt wie beruhigend das alles auf mich wirkte. Ich fühlte mich besser. Ich konnte besser schlafen. Ich konnte besser auf meine Bedürfnisse eingehen. Irgendwann meldete ich mich dann mal bei einem Yoga-Kurs an. Und er gefiel mir so gar nicht. Ich fühlte mich in diesem Rahmen nicht so recht wohl und mir war nicht so klar, wie diese Verrenkungen überhaupt gut für mich sein sollten. Ich gab es wieder auf.

Irgendwas musste doch an diesem Yoga dran sein

Ich gab zwar auf. Aber ich dachte mir noch immer, da muss doch irgendwas dran sein. Es ist in aller Munde. Gefühlt macht es jeder. Das kann es noch nicht gewesen sein. In einem Blogartikel las ich irgendwann mal von einer YouTuberin, die Videos mit Yoga Sequenzen macht. Irgendwie machte der Artikel mich sehr neugierig und ich probierte es aus. Mady Morrison war mir irgendwie sympathisch. Sie holte mich ab. Ich fühlte mich verstanden. Sofern ich das von einem Menschen sagen kann, mit dem ich nur über den Bildschirm verbunden war. Ich machte immer wieder mit ihr Yoga. Bis es irgendwann sogar fest zu meinem Morgenritual gehörte. Irgendwann ging ich nicht mehr aus dem Haus ohne Meditation, ohne Yoga und ohne Frühstück. Das waren meine festen Bestandteile. Tagein. Tagaus.

Doch ich wusste nicht, was ich tat

Ich hatte doch keine Ahnung, ob ich gerade die Asanas – so heißen übrigens die Verrenkungen – richtig ausführte. Ich wusste nur, dass sich mein Körper gut anfühlte, und es sich generell gut anfühlte. Aber in Deutschland zog es mich einfach nicht mehr in einen Yoga-Kurs.

Bis ich ins Yoga-Mekka Ubud kam

Während meiner Weltreise, die ich Ende 2016 begonn, traf ich Natasha auf Koh Lipe, Yoga Lehrerin, auf der Reise seit 2 Jahren, die gemeinsam mit Rosie Yoga Retreats veranstaltet. Irgendwie begeisterte sie mich mit ihrer Art, und vor allem wie Yoga nicht nur eine Bewegungsform ist, sondern eine Lebenseinstellung, die Dein Leben ändern kann. Hier konnte ich irgendwie das erste Mal die Magie von Yoga verstehen. Meine Reise führte mich weiter nach Australien und dann endlich nach Bali. Ein totales Sehnsuchtsziel. In Ubud gab es an jeder Ecke ein Yoga-Center, Meditationen. Und ich ging das erste Mal bewusst in ein richtiges Yogastudio. Im „The Yoga Barn“, dem wohl größten Studio in Ubud, fühlte ich mich sehr wohl. Hier ging ich zu verschiedenen Lehrern und stellte schnell fest: okay, so viel hast du gar nicht falsch gemacht, während deiner Alleingänge und ja es hängt sehr viel vom Lehrer ab, ob Du dich wohl fühlst oder nicht.

Schnell ging ich auf mein erstes Yoga-Retreat

Nach Wochen in Ubud, suchte ich nun in jedem weiteren Reiseort, ein Yogastudio und probierte mich aus. Es machte Spaß immer wieder Neues zu entdecken. Und weil mich die Begegnung mit Natasha so nachhaltig beeindruckt hatte, buchte ich ein Retreat bei ihr und Rosie. Dafür flog ich nach Thailand und fuhr in den thailändischen Dschungel. Mitten im Nirgendwo am Flussbett machten wir jeden Morgen, jeden Abend Yoga, tagsüber schrieben wir Tagebuch, lasen Bücher, erzählten uns unsere Geschichten. Irgendwas transformierte sich in mir in dieser Woche. Und erst jetzt merkte ich wie sehr doch Yoga wirklich damit zu tun hat, wie Du Dein Leben führst. Wie Du mit Dir und Deinen Gedanken umgehst. Wie Du auf Deine Umwelt einwirkst. Ein ganz neue Welt öffnete sich für mich. Und ich wollte jetzt noch mehr davon.

Meine ersten Schritte zum Yoga

Yoga tagein, tagaus

Zurück auf Bali ging ich täglich ins Yogastudio meines Vertrauens (The Practice in Canggu). Ein Tag ohne Yoga war irgendwie nicht komplett. Und in mir entstand der Drang noch mehr wissen zu wollen und vor allem, dass ich dieses wunderbare Gefühl weitergeben will. Vielleicht solltest Du eine Yogalehrerausbildung machen, dachte ich mir. Mein Vater meinte nur eines Tages mal: wie viele Yogalehrer braucht die Welt denn noch? Nicht genug, dachte ich mir.

Meine ersten Schritte zum Yoga

Und jetzt werde ich Yogalehrerin

Kurzum der nächste Schritt ist bei mir nun die Yogalehrerausbildung. Meine Motivation dahinter: ich will mehr über die Philosophie lernen will, denn ich weiß da steckt noch viel mehr dahinter und ich will genau das Gefühl weitergeben, was Yoga mit mir machte. Es lässt mich mehr denn je in mir ruhen. Gibt mir Kraft. Beruhigt mein Gedankenkarussell. Und es lässt mich friedlicher auf meine Umwelt blicken. Also sei gespannt und vielleicht darf ich Dir in der Zukunft mehr von meinem Yoga zeigen.

Das waren meine ersten Schritte zum Yoga

Meine müssen aber nicht Deine sein. Ich kann Dir nur sagen, wenn Du neugierig drauf bist, dann lass Dich von keinen Hochglanz-Magazinen abschrecken. Und gewiss: Yoga hat nichts mir Flexibilität zu tun, das ist reine Übung. Lass Dich drauf ein und probiere aus. Schau Dir verschiedene Studios, verschiedene Yogastile an. Hab Geduld.

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