Wie Meditation mein Leben veränderte

Wann hast Du heute bewusst ein- und ausgeatmet?
Wann hast Du zuletzt deinen Körper gespürt?

Ich komme gerade aus einer Yin Yoga Stunde. Eine Form des Yogas mit starken Einflüssen aus der chinesischen Medizin. Für mich wrkte es wie eine Meditation. Sie beruhigt das Innere. Und ich fühle gerade die 100%-ige Entspannung in meinem Körper und meinem Geist.

Wie die Meditation in mein Leben kam

Aber wie kam ich zur Meditation? Nun ja, vieles hing mit meinem Lebensstil zusammen. In der Woche arbeitete ich gerne lange und viel im Büro, schmiss mich Hals über Kopf in jedes wichtige Projekt. Und irgendwie bekam ich eine Zeit lang nicht genug davon. Bis ich irgendwann vor lauter Gedanken an die Arbeit abends nicht mehr einschlafen konnte, morgens aufwachte und mir direkt meine ellenlange To-Do Liste vor den Augen erschien. Ich war irgendwie nicht mehr in der Lage zu entspannen und vor allem abzuschalten. Irgendwann vor gut 4 Jahren musste ich mich krank schreiben lassen, denn ich kam morgens nicht mehr aus dem Bett. Ich war müde. Ich war erschöpft. Und mir war alles egal, vor allem die Arbeit und was gerade mit dem wichtigen internationalen Marketingprojekt geschah. 2 Wochen blieb ich zuhause. 2 Wochen ging ich jeden Tag stundenlang spazieren und merkte wie gut es mir tat.

Alles begann mit einem Kurs in Autogenem Training

So begann ich an der Volkshochschule einen Kurs für Autogenes Training. Monatelang war der Montagabend mein Highlight der Woche. Ohne Probleme löste ich mich vom Schreibtisch und zischte ab. 90 Minuten komplettes Loslassen, komplette Entspannung. Ich lernte hier wie gut es sich anfühlt, wenn man sich entspannt. Und so fing ich an mehr davon zu wollen. Ich machte einen zweiten Kurs. Doch ich blieb nicht so wirklich am Ball. Mit der Arbeit ging es weiter. Ein Jobwechsel innerhalb der Firma war für mich zunächst eine kurzzeitige Besserung, aber auch hier stürzte ich mich voll rein. Und ja, das konnte nicht gut gehen. Im letzten Jahr bekam ich die Quittung für mein Verhalten und das Verhalten meiner Firma, die es natürlich begrüßte, dass ich mich wie ein fleißiges Bienchen abrackerte (Disclaimer: ja, das sind klare Worte nach außen, die jedoch nicht als Angriff auf einzelne Personen zu verstehen sind, sondern eher als Kritik am System insgesamt). 3,5 Monate hatte ich Zeit, mir Gedanken zu meiner Situation zu machen. Zeit, um zu sehen, dass das Leben sicher nicht nur aus Arbeit besteht. 3,5 Monate Zeit, um zu spüren, wie sich mein Körper eigentlich anfühlt. Zeit, um zu fühlen, welche Emotionen ich ständig mit dicken Schichten bedeckte.

Meditation - nach Erschöpfung

Ich war ein völliger Meditationsanfänger

In dieser Zeit begann ich täglich, jeden Morgen und manchmal auch tagsüber zu meditieren. Und ich spürte wie viel ruhiger es in mir wurde. Von Tag zu Tag. Aber wie fing ich überhaupt damit an? Ich testete für mich die diversen Meditationsapps auf dem Markt. Mal nutzte ich diese, mal jene morgens. Ganz wie mir danach war. Ich saß auf einem Stuhl, saß auf einem Kissen im Schneidersitz oder ich lag einfach auch mal im Bett.

Diese Apps brachten mir die Meditation näher:

  • Die Achtsamkeit App (Deutsch)
  • 7 Mind (Deutsch)
  • Calm (Englisch)
  • Headspace (Englisch)

Gerade zu Anfang nutzte ich besonders die 7 Mind App. Wochenlang machte ich den kostenlosen siebenteiligen Grundlagenkurs mit Meditationen á 7 Minuten. Immer und immer wieder wiederholte ich den Kurs. Zwischendrin machte ich geführte Meditationen mit der Achtsamkeit App. Bis ich irgendwann von Headspace und Calm hörte. Von Calm war ich nicht so sehr begeistert, weshalb ich sie auch kaum nutzte. Umso mehr wurde ich ein Fan der Headspace App, die ich seitdem auch fast täglich verwende.

Wie ich heute meditiere

Im Vergleich zu früher hat sich meine Art und Weise zu meditieren nicht sehr stark verändert. Mir fällt es auch heute immer noch einfacher, wenn ich eine geleitete Meditation mache. Manchmal und je nach Laune setze ich mich schlichtweg an einen ruhigen Ort und konzentriere mich auf meine Atmung. Und immer wieder in Momenten, in denen ich eine Meditation zu einem speziellen Thema benötige, höre ich in den Podcast von Laura Marina Seiler „Happy, Holy & Confident“ rein. Dabei sitze ich genau wie früher auf einem Stuhl, auf dem Kissen im Schneidersitz oder liege auf dem Bett oder heute auch mal einfach am Strand.

Meine Art zu meditieren

Warum Meditation so viel verändern kann

Meditation kann vor allem deine Perspektive auf gewisse Dinge und vor allem auf deine Gedanken ändern. Damit Du dir das besser vorstellen kannst, möchte ich gerne eine kleine Metapher nutzen, die mir sehr gut gefällt: Der blaue Himmel ist immer da! Auch wenn dunkle graue Wolken über uns hängen, es donnert und blitzt. Der blaue Himmel ist immer da, wenn auch versteckt hinter den Wolken. Das kennst Du doch vom Fliegen, oder? Nachdem der Flieger abhebt und Du durch die dicken Wolken geflogen bist, kommst Du auf Flughöhe an und die Sonne scheint und der Himmel strahlt in seinem schönsten blau.
Genauso ist das bei uns, wenn du dir vorstellst, dass deine Gedanken und Emotionen wie Wolken am Himmel sind. Manchmal bleiben sie länger, manchmal setzen sie sich so richtig fest und es scheint sie wollen gar nicht mehr gehen. Nur irgendwann zieht auch die fetteste Gewitterwolke weiter. So lernst du zu verstehen, dass die Gedanken und Emotionen da sind aber auch nicht ewig bleiben werden. Dir wird klar, dass es einen Ort gibt, wo alles gut ist. Und wenn Du in der Meditation bist, dann kannst du ziemlich schnell an diesen Ort gelangen und den Gedanken mal nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

Worum es bei der Meditation nicht geht

Eines der größten Missverständnisse bei der Meditation ist, dass es darum geht, an nichts zu denken. Aber stell Dir vor, was passiert, wenn du an deinen Kopf die Nachricht sendest: „Jetzt konzentrier‘ dich, denk bloß an nichts!“ – Du verkrampfst und wie in einer Flut schießen Gedanken durch den Kopf. Und wenn es nur der eine ist, „denk ich jetzt grad an nichts?“. Hierzu ein kleines sehr passendes Video:

Die einfachste Meditationsübung: Ein- und Ausatmen

Die einfachste Meditationsübung, die Du machen kannst, ist Dich auf den Atem zu fokussieren. Ein- und Ausatmen. Wenn Du merkst, dass die Gedanken doch mehr Aufmerksamkeit bekommen als sie im Moment verdient haben, dann bring Dich freundlich wieder zur Atemübung zurück.

Ich, für mich, finde die Wirkung am intensivsten, wenn ich still sitze. Aber das ist individuell und Du kannst dabei gehen oder wie auch immer. Mach’s wie es für Dich am besten passt (Das gilt sowieso bei allem).

Meines Erachtens kannst Du genauso gut beim Sport, bei der Hausarbeit oder ähnlichem in einen meditativen Zustand kommen. In einen Zustand, indem Du einfach mal loslässt und den Gedanken keine Aufmerksamkeit schenkst. Sie sind da und werden auch immer da sein.

Wie kannst Du mit der Meditation beginnen?

Meine App Empfehlungen:

Starte jeden Sonntag mit einer Live Meditation in den Tag:

Mein Lieblingspodcast mit vielen themenbezogenen Meditationen:

Meditierst Du auch schon? Oder findest Du Entspannung auf andere Weise, wenn ja wie?

 

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